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„Erstes und letztes Ziel unserer Didaktik soll es sein, die Unterrichtsweise aufzuspüren und zu erkunden, bei welcher die Lehrer weniger zu lehren brauchen, die Schüler dennoch mehr lernen.“

Johann Amos Comenius (1592-1670), der Begründer der neuzeitlichen Pädagogik, beschrieb auf diese Weise das Verhältnis der Lehrkunst (Didaktik) zur Lernkunst (Mathetik). Es geht um eine mathetische Wende.

Kompetenzorientierter Religionsunterricht erfordert von den Lehrenden einen didaktischen Perspektivenwechsel. Es gilt, im Lehr-Lern-Prozess die besondere Aufmerksamkeit vor allem das auf Lernen der Schülerinnen und Schüler zu richtet und dieses sichtbar zu machen (John Hattie). Damit ist in erster Linie eine didaktische Haltung gefordert, welche die Schülerinnen und Schüler als Subjekte des Lernens ernstnimmt.

Kompetenzorientierung im Religionsunterricht ist ein Weg, der im Gehen entsteht. Je mehr die Lehrenden ihre Lehre als Ermöglichung, Unterstützung und Begleitung des Lernens gestalten, desto mehr werden sie ihren Unterricht öffnen und die Lernenden zum aktiven Kompetenzerwerb befähigen. In diesem Sinne ist die Kompetenzorientierung als didaktische Haltung eine Konkretisierung der seit Jahren geforderten Schülerorientierung.