Kommentarband zur Neuausgabe von Vernünftig glauben

978 3 14 053570 0Vor gut einem Jahr ist die grundständige Neubearbeitung von Vernünftig glauben erschienen. Jetzt liegt auch der dazu gehörige Kommentarband vor. Mit seinen ca. 750 Seiten bietet dieser Band eine reiche Fülle an Anregungen, Umsetzungsbeispielen, Hintergrundinformationen, Einführungen, Kopiervorlagen, Musterklausuren und vieles mehr - ein wahres Füllhorn.

RU hinter der Maske

Inzwischen herrscht in nahezu allen Schulen auch im Unterricht die Maskenpflicht. Die Theologin und Religionslehrerin Dr. Eva-Maria Spiegelhalter geht in ihrem Beitrag "Religionsunterricht hinter der Maske" auf die Ambivalenz dieser Situation ein.

Einerseits reduziert die Maske die unterrichtliche Kommunikation in erheblichem Maße bis dahin, dass die Personen dahinter verschwinden. Schülerinnen und Schülern aller Klassen leiden unter den vielfältigen mit dem Tragen der Maske verbundenen Zwängen und deren Auswirkungen.

Andererseits kann diese "Verhüllung" auch die Kraft des "Augenblicks" erfahrbar machen. Darüber hinaus eignet ihr womöglich auch ein theologisches Potenzial, sofern sie auf die grundsätzliche Problematik der Rede von Gott, der verborgenen Gegenwart verweist.

In ihrem Blog publiziert Dr. Spiegelhalter immer wieder anregende Beiträge und Impulse für den Religionsunterricht und darüber hinaus.

 

Entfremdung

Größer - so scheint es - war sie nie, die Entfremdung. Zu Hauf kehren Christinnen und Christen der "offiziellen Amtskirche" den Rücken zu. Waren es vor seit mittlerweile über zehn Jahren die Missbrauchsfälle, so hat die Corona-Pandemie das Übrige getan. Getopt wird das Ganze derzeit durch das monarchische Gebaren jener, die sich selbst in erster Linie als Kirchenfürsten verstehen. Das Schicksal der Katholischen Hochschulgemeinde in Köln ist nur ein Beispiel unter vielen. Dabei haben sie mit ihrem Positionspapier eben diese Entfremdung artikuliert.

Vor unseren Augen ereignte sich die Implosion der römisch-katholischen Kirche; die Verursacher selbst sitzen in deren Zentrum. Es ist ein Trauerspiel mitanzusehen, mit welcher Verblendung die Verantwortlichen (die Hirten) ans Werk gehen. Mehr denn je hallen die Mahnungen des Prophten Ezechiel 34 nach: "So spricht GOTT, der Herr: Siehe, nun gehe ich gegen die Hirten vor und fordere meine Schafe aus ihrer Hand zurück. Ich mache dem Weiden der Schafe ein Ende. Die Hirten sollen nicht länger sich selbst weiden: Ich rette meine Schafe aus ihrem Rachen, sie sollen nicht länger ihr Fraß sein." (Ez 34, 10).

 

 

Con Corazón - interreligiöse Feier in Emmendingen

Wie so vieles andere auch musste das African Music Festival dieses Jahr coronabedingt ausfallen; schade, es wäre das 20. seiner Art gewesen.

Stattgefunden aber hat die interreligiöse Feier, wie jedes Jahr in diesem Rahmen. Diesmal jedoch nicht auf dem Schloßplatz open air, sondern in der Steinhalle von Emmendingen. Es war eine Stunde herzlicher Begegnungen. Hier ist der Livemitschnitt.

Im Namen der Mutter

Kirchenkritik erscheint nicht selten wohlfeil. All zu gerne stimmen nicht wenige in der Chor derer ein, die zu Recht auf die eklatanten Missstände in den Kirchen hinweisen, deren Veränderung mehr als längst überfällig ist. Oft bleibt es dann bei plakativen Stereotypen. Ganz anders dieser originelle Beitrag von Carolin Kebekus:  "Im Namen der Mutter".

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Musik und Meditation

Öffentliche liturgische Feiern waren in der Zeit des Lockdown nur stark eingeschränkt möglich. Aus dieser Situation heraus sind zahlreiche Ideen zur Gestaltung alternativer Formate entstanden, die über das Internet kommuniziert wurden.

Unter dem Titel "Frei.Zeit" gab es seitens der Evanglischen Stadtkirche Emmendingen zu jedem Sonntag einen spirituellen Impuls "Musik und Meditation". Sie finden dies nach wie vor hier auf Youtube.

 

Weniger ist mehr

In seinem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 28. März 2020 geht Klaus Zierer unter anderem auf die häuslichen Konsequenzen angesicht der aktuellen Schulschließung ein. Darin hebt er hervor, dass Schule daheim nicht eins zu eins ersetzt werden könne. Auch seien Eltern keine Ersatz- oder gar Co-Lehrer, die jetzt kurzerhand den Job der Lehrenden übernehmen könnten. Schließlich bedeute die Fülle der sicher gut gemeinten, digital bereitgestellten Lernmaterialien und Arbeitsaufträge nicht nur eine heillose Überforderung für die Schülerinnen und Schüler im häuslichen Kontext, sondern sie seinen nicht selten schlicht weg kontraproduktiv.

 

Synodaler Prozess

Endlich scheinen die Verantwortlichen in den meisten Diözesen Deutschlands aufgewacht zu sein; der Synodale Weg zu zentralen Fragen der Zukunft der Kirche beginnt Ende Januar 2020.

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