Entfremdung

Größer - so scheint es - war sie nie, die Entfremdung. Zu Hauf kehren Christinnen und Christen der "offiziellen Amtskirche" den Rücken zu. Waren es vor seit mittlerweile über zehn Jahren die Missbrauchsfälle, so hat die Corona-Pandemie das Übrige getan. Getopt wird das Ganze derzeit durch das monarchische Gebaren jener, die sich selbst in erster Linie als Kirchenfürsten verstehen. Das Schicksal der Katholischen Hochschulgemeinde in Köln ist nur ein Beispiel unter vielen. Dabei haben sie mit ihrem Positionspapier eben diese Entfremdung akrikuliert.

Vor unseren Augen ereignte sich die Implosion der römisch-katholischen Kirche; die Verursacher selbst sitzen in deren Zentrum. Es ist ein Trauerspiel mitanzusehen, mit welcher Verblendung die Verantwortlichen (die Hirten) ans Werk gehen. Mehr denn je hallen die Mahnungen des Prophten Ezechiel 34 nach: "So spricht GOTT, der Herr: Siehe, nun gehe ich gegen die Hirten vor und fordere meine Schafe aus ihrer Hand zurück. Ich mache dem Weiden der Schafe ein Ende. Die Hirten sollen nicht länger sich selbst weiden: Ich rette meine Schafe aus ihrem Rachen, sie sollen nicht länger ihr Fraß sein." (Ez 34, 10).

 

 

Con Corazón - interreligiöse Feier in Emmendingen

Wie so vieles andere auch musste das African Music Festival dieses Jahr coronabedingt ausfallen; schade, es wäre das 20. seiner Art gewesen.

Stattgefunden aber hat die interreligiöse Feier, wie jedes Jahr in diesem Rahmen. Diesmal jedoch nicht auf dem Schloßplatz open air, sondern in der Steinhalle von Emmendingen. Es war eine Stunde herzlicher Begegnungen. Hier ist der Livemitschnitt.

Im Namen der Mutter

Kirchenkritik erscheint nicht selten wohlfeil. All zu gerne stimmen nicht wenige in der Chor derer ein, die zu Recht auf die eklatanten Missstände in den Kirchen hinweisen, deren Veränderung mehr als längst überfällig ist. Oft bleibt es dann bei plakativen Stereotypen. Ganz anders dieser originelle Beitrag von Carolin Kebekus:  "Im Namen der Mutter".

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Musik und Meditation

Öffentliche liturgische Feiern waren in der Zeit des Lockdown nur stark eingeschränkt möglich. Aus dieser Situation heraus sind zahlreiche Ideen zur Gestaltung alternativer Formate entstanden, die über das Internet kommuniziert wurden.

Unter dem Titel "Frei.Zeit" gab es seitens der Evanglischen Stadtkirche Emmendingen zu jedem Sonntag einen spirituellen Impuls "Musik und Meditation". Sie finden dies nach wie vor hier auf Youtube.

 

Weniger ist mehr

In seinem Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 28. März 2020 geht Klaus Zierer unter anderem auf die häuslichen Konsequenzen angesicht der aktuellen Schulschließung ein. Darin hebt er hervor, dass Schule daheim nicht eins zu eins ersetzt werden könne. Auch seien Eltern keine Ersatz- oder gar Co-Lehrer, die jetzt kurzerhand den Job der Lehrenden übernehmen könnten. Schließlich bedeute die Fülle der sicher gut gemeinten, digital bereitgestellten Lernmaterialien und Arbeitsaufträge nicht nur eine heillose Überforderung für die Schülerinnen und Schüler im häuslichen Kontext, sondern sie seinen nicht selten schlicht weg kontraproduktiv.

 

Synodaler Prozess

Endlich scheinen die Verantwortlichen in den meisten Diözesen Deutschlands aufgewacht zu sein; der Synodale Weg zu zentralen Fragen der Zukunft der Kirche beginnt Ende Januar 2020.

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